27.10.2018, 19h. Dresden. MORPHONIC LAB XVII : InDustReal

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https://www.facebook.com/events/1663634317052528/

27. Oktober 2018

Barockpalais Großer Garten Dresden

Pünktlicher Beginn 20 Uhr, Einlass 19 Uhr

Eintritt 15 € ermäßigt 10 €

Ticketvorverkauf über Reservix

Morphonic Lab

BEINHAUS (D)

SARDH (D)

Schloss Tegal

Burgamachines (D)

Espectra Negra (Mex)

https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2061416757/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/

 

Das morphonische Labor Nr. 17 greift eine Kunstform auf, die Mitte der 70er Jahre parallel zum Punk entstand, mit ähnlichen künstlerischen Ambitionen aber weit radikaleren Ausdrucksformen. Der Industrial gehört zu den Vorlieben der ML-Macher, und in den bisherigen sechzehn Laboratorien war diese Stilistik auch bereits einige Male zu hören und zu sehen. Diese nun explizit in den thematischen Fokus zu rücken, zielt darauf ab, neue Tendenzen dieser intensiven, hochenergetischen Klang- und Bildpraxis auch in heutigen Mischformen mit Noise, Minimal, elektronischer Musik u.a. exemplarisch vorzustellen.

In seinen Ursprungsformen meist mit kraftvollem Körpereinsatz verbunden, war der Industrial lange Zeit eine Männerdomäne. Weil dies erfreulicherweise nicht so geblieben ist, erhalten in diesem Programm die Künstlerinnen also den Vortritt.

BEINHAUS (D)
SARDH (D)
Schloss Tegal
Burgamachines (D)
Espectra Negra (Mex)

Das Klang- und Videoprogramm im Festsaal des Palais startet mit Espectra Negra der mexikanischen Künstlerin Verónica Mota mit ihrer vielschichtigen elektro-akustischen und analogen Klangsynthese. Ihr musikalisches Vokabular erstreckt sich dabei von alchemistischen Sounds über industriale Klangskulpturen, cineastische Soundscapes, Ritualmusik bis hin zu Ambient und Noise.

Das Berliner Performance-Duo Burqamachines, gegründet 2010 von den bildenden Künstlerinnen Chris Dreier (Ex-Die Tödliche Doris) und Ursula Döbereiner, flutet Räume mit aggressiven Industrial- und Elektrosounds, modularen Spacetrips, bezieht Strukturen der Neuen Musik ein und scheut auch nicht vor Noise-Adaptionen bekannter Popsongs zurück.

Eine mystische Zäsur liefert Schloss Tegal (USA) mittels aktueller Sound-und Video-„Psychometry“. Die Performance konzentriert sich auf Geistaufnahmen und apokalyptische Visionen in einer schwarzen Leere, die mit elektronischen Schattentiteln gefüllt ist und einen Schritt in einen neuen, körperlosen Bereich wagt, der auch uns integriert.

Die seit mehr als fünfundzwanzig Jahren dem Industrial verpflichteten Dresdner SARDH – die Gründer und Betreiber des ML – lassen es sich freilich nicht nehmen, diesen feierlichen Reigen der anderen Art mit ihrem neuen Konzertprogramm „UNORT“ anzureichern, welches in seinem archaisch anmutenden Charakter monolithischer bis minimalistischer Strukturen ein breit instrumentiertes elektrisierendes Jetztzeitritual zelebriert.

Ein würdiges Finale der Live-Performances kreieren die Wiesbadener Männer von Beinhaus mit ihrem Industrial in nahezu klassischer Reinstform dynamischer schweissgetränkter Schwerstklangarbeit an Metallteilen und Schrott mit Hammer und Flex, jedoch integriert in harte elektronische Beats, die sich aufgeladen mit verwegenem deutschsprachigen Gesang, dabei durch Stile von Breakbeat und Dubstep bis hin zu Schlagern und Arbeiterliedern wildernd.

Bereits weit vor den Toren des Palais empfängt die Besucher das audio-skulpturale „Sound-Portal“ von Zwicker/Jähnig, welches mit themabezogenen Klängen gespeist wird.

In den angrenzenden Räumen des Palais werden weitere ausgewählte Künstler ihre themabezogenen Installationen, Videoarbeiten und Objekte präsentieren, wie auch die nächtliche Aussenansicht des Palais wieder durch eine Projektions-Hülle von Hillumination verzaubert wird.

U.a. wird Echofreak im Lapidarium des Palais zwischen den barocken Skulpturen eine 8-Kanal-Soundskulptur errichten, welche erzeugt wurde aus Geräuschen der Arbeit von regionalen Steinmetzen und Steinbildhauern mit traditionellem Handwerkszeug.

Das Duo PöBeL stellt mit ihrer „remote uncontrolled“-Installation dem Publikum ein Klangerzeugungs-Arsenal bereit, mit dem die Besucher selbst brachiale Akusmen erschaffen können.

Der teilsanierte Innenraum des Barockpalais in seinem morbiden Charme erfährt durch dieses Programm abermals eine adäquate Bespielung in modernen multimedialen experimentellen Kunstformen, womit auch das siebzehnte Morphonic Lab die für Dresden so wichtige Brücke zwischen historischer und zeitgenössischer Kunst weiter ausbaut.

Detlef Schweiger

Künstlerischer und organisatorischer Leiter

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20.10.2018: Stigmatic Destruction Collective & YslashY @ club|debil Dresden

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Stigmatic Destruction Collective & Ale Hop

Samstag 20. Oktober, 21 Uhr
Alte Feuerwache Loschwitz

STIGMATIC DESTRUCTION COLLECTIVE

  • Stigmatic Destruction (Musique concréte with DIY instruments)
  • ROVAR17 & SYPORCA WHANDAL feat. ZOPÁN NAGY (Experimetal noise with body art performance)
  • MaN (Special dj set & visual)

YslashY

New project of Georg Mensink (Kristus Kut, Het Donske Oog label), combining acoustic trance with minimal electronic effects.

She Spread Sorrow & Luca Sigurtà, 22. April 2016, Dresden

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She Spread Sorrow & Luca Sigurtà

She Spread Sorrow & Luca Sigurtà
Freitag 22. April 2016, 21 Uhr
Alte Feuerwache Loschwitz

SHE SPREAD SORRROW

Ritual Deathscapes, obskurer Todes-Industrial, sündige Power Electronics: Eine Reise in die Welt des verzerrten Glaubens, unterdrückter Wünschen, von Schuld, Strafe, Disziplin und Perversion. Im August vergangenen Jahres hat die italienische Künstlerin Alice K. ihr Debütalbum unter dem Namen She Spread Sorrow beim englischen Label Cold Spring veröffentlicht. „Rumspringa“, so der Name des Werkes, ist ein Begriff, der in Amish-Gemeinden verwendet wird. Er bezeichnet eine Zeit des Übergangs, in der die jungen Leute die Möglichkeit haben, in der „Außenwelt“ zu tun, was sie wollen, bevor sie in ihre Gemeinde zurückkehren um dann strikt deren Regeln für den Rest ihres Lebens zu folgen. Doch nicht alle kehren zurück in den Schoß der Gemeinde…

Ritual deathscapes, obscure Death Industrial, sinful Power Electronics: A trip into distorted faith, repressed desires, guilt, punishment, discipline and perversion. In August last year Italian artist Alice K. released her highly admitted debut album under the moniker She Spread Sorrow. „Rumspringa“ is is a term for adolescence used in some Amish communities, a time where the young fellows have the opportunity to do whatever they want in the „outside world“, before they return to their community and strictly follow their rules for the rest of their lifes. But some won’t…

shespreadsorrow.wordpress.com

Luca Sigurtà

Luca Sigurtà ist seit den frühen 2000er Jahren als elektronischer Komponist aktiv. Lucas „emotional electronic noise“ fließt zusammen mit langsamen, gebremsten Rhythmen und dern sphärischen Klängen analoger Synthesizer: eine Art sehr origineller „Trip-Noise-Hop-Ambient“; Melodien mit einem bemerkenswerten melancholische Gefühl und wundervollen digitalen und analogen Klänge zeigen das Potential seiner Musik. Er hat eine Leidenschaft für den Ton zwischen Stille und Lärm. Sein Sound lässt sich irgendwo zwischen Ambient, Electronica und Lärm einordnen. Auf der Bühne nutzt Luca Sigurtá Bänder, analoge Quellen und elektronische Geräte jeglicher Art, um seine atmenden Atmosphären zu schaffen.
Luca Sigurtà kann bereits Veröffentlichungen auf Labels wie Creative Sources, Afe Records Dokuro, Lisca, Tulpe und fratto9 vorweisen. Neben seinem Solo-Projekt ist er mit Harshcore und Luminance Ratio aktiv.

Luca Sigurtà is an electronic composer since the early 2000s. Luca’s emotional electronic noise has become part of a mix together with slow paced rhythms and analogue synth delicate flows: a sort of very original trip-noise-hop ambient; melodies with a remarkable melancholic feel and beautiful digital/analog sounds shows all the potential of his music. He has a passion for sound between silence and noise. His sound is located somewhere between Ambient, Electronica and Noise. On stage he uses tapes, analogue sources and electronic stuff of any sort, creating his breathing atmospheres live.
Luca Sigurtà has several releases on labels like Creative Sources, Afe Records, Dokuro, Lisca, Tulip and fratto9.
Apart of the solo project, he plays with Harshcore and Luminance Ratio.

Ein Kommentar zur „Schande von Clausnitz“ – aus der Sicht eines Clausnitzers

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Ein guter Artikel, den durchzulesen sich lohnt, trotz der Länge. Eines möchte ich allerdings hinzufügen, nämlich dass gerade die Menschen in den ländlichen Regionen sich vernachlässigt fühlen und das nicht zu Unrecht. Ich komme selbst aus einem kleinen Dorf in Sachsen, in der Nähe von Leisnig, und ich bin noch regelmäßig dort bei meinen Eltern. Zum Glück gibt es im Dorf noch einen Konsum und einen Arzt. Das war es dann aber auch. Busse fahren nur noch einmal täglich in die Kreisstadt, das Gemeindeamt ist zu. So züchtet man sich Frustration, weil man Geld sparen will. Dazu kommen Arbeitslosigkeit und eigene geistige Beschränkung bei gleichzeitiger und andauernder Medienberieselung. Finden die Leute dann endlich ein Ventil – und machen wir uns nichts vor – die Vertreter der etablierten Parteien sind ebenso wie die Rechtsaußen nicht daran interessiert, dass die Gesellschaft wirklich gerechter wird – und „die Ausländer“ kommen ihnen gerade Recht, um von anderen Problemen abzulenken, dann schäumt die Wut über. Ich finde ja, dass Pegida mit vielen Problemen, die benannt werden, gar nicht so weit daneben liegt. Nur sind die „Lösungsansätze“ die falschen. Die Islamisierung des Abendlandes brauchen wir nicht zu befürchten, was wir wirklich fürchten und bekämpfen sollten, ist die „marktkonforme Demokratie“, die uns mit TTIP und Co. immer deutlicher aufgedrängt wird.
Wenn es etwas gibt, was mir im Zusammenhang mit den Flüchtlingen tatsächlich Sorgen macht, dann ist es die Masse der konsum- und anpassungswilligen Neubürger, die die Schattenseiten des Kapitalismus den Schattenseiten ihrer alten Heimat vorziehen. Mit anderen Worten: Am Hauptproblem unserer Gesellschaft ändert sich nichts. Wir rennen weiter freudstrahlend mit dem neuesten Konsumquatsch auf den Abgrund zu. Hallelujah!

Mein Kommentar zu Clausnitz

– Eine Wahrheit, die viele nicht hören wollen –

Vier Tage sind es jetzt seit den Vorfällen von Clausnitz vergangen. Seitdem gab es unzählige Berichte, landesweit. In sozialen Medien hagelt es an Kommentaren. Ich lese von Empörung und Unverständlichkeit bei nationalen und sächsischen Politikern, bei Menschen in sozialen Medien, ich sehe Anfeindungen gegenüber den Clausnitzer Bürgern, ich sehe Solidaritätsbekundungen verschiedener Seiten, mit Flüchtlingen sowie dem Mob. Ich lese von Freunden, wie sehr sie das Geschehene verabscheuen. Und ich habe das Gefühl, es ist jetzt an der Zeit, etwas zu sagen, das schon lange gesagt werden sollte.
Ich selbst lebe nicht mehr in Clausnitz, aber ich bin noch regelmäßig da und ich habe das Gefühl, es geht auch mich etwas an. Es fällt mir nicht ganz leicht, die folgenden Worte zu formulieren. Sie sind eine unbequeme Wahrheit. Eine, mit der ich und viele andere aufgewachsen sind. Eine, die viele sicherlich nicht…

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Holotrop Interview

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Im debil Magazin findet Ihr ein aktuelles Interview von Holotrop:

HOLOTROP UNVEILED

Aktuelles Album: NAGUAL

Fake Mistress & Praying For Oblivion live in Dresden

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This years first club debil concert. Start at 9pm at Alte Feuerwache.

12.02.2016: Fake Mistress / Praying For Oblivion

FAKE Mistress & Praying For Oblivion
Freitag 12. Februar 2016, 21 Uhr
Alte Feuerwache Loschwitz

Eintritt: 5 / 6€

Some funny stuff…

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