Heute fand ich bei Telepolis den Artikel „NSU: Mundlos und Böhnhardt sollen keinen Selbstmord begangen haben“. Der Artikel von Marcus Klöckner bezog sich auf eine Doku, die bei N24 ausgestrahlt worden war. Als ich im Artikel den entsprechenden Link klickte, kam ich auf einer N24-Seite heraus (so zumindest mein Eindruck), auf der mir voll Bedauern mitgeteilt wurde, dass der Link nicht verfügbar ist. Kurz darauf surfte ich an anderer Stelle – zahllose offene Tabs, Facebook etc. waren geschaltet, um mich abzulenken – und musste feststellen, dass die Verbindung zum Internet gekappt war. Vermutlich von einem Optimierungsprogramm, das ich seit einiger Zeit als “Testversion“ laufen habe, „TuneUp Utilities 2014“.
Nun bin ich technisch keine große Leuchte aber das ganze kam mir wie eine Fangschaltung vor, wenn man mal den vorsintflutlichten Ausdruck wählen will. Meine Vorstellung, wie das funktioniert und in simpelsten Worten ausgedrückt: Wer auf die Seite geht, schnappt sich einen Drive-by-Trojaner, ein Programm, das sich auch ohne Aktivität auf dem zugreifenden Rechner festsetzt und sofort beginnt, die Festplatte zu erforschen. Das Optimierungstool hat den Angriff erkannt und die Verbindung zum Internet gekappt.

Nun gut, keine Ahnung ob solche Techniken praktiziert werden und von wem, die Interpretation ist zumindest nicht aus der Luft gegriffen. Technisch ist dies bei „Usern“ wie mir, die sich in vielen Fällen auf automatisierte Lösungen verlassen müssen, sicher kein Problem. Ich habe schon darüber gelesen, dass es solche Viren bzw. Trojaner gibt, die sich einfach beim Besuch der Seite ohne eigene Aktivitäten auf den eigenen Rechner „aufspielen“. Klingt mir auch plausibel, denn viele moderne Websites haben im Hintergrund Routinen laufen, die die Ressourcen des Rechners aktivieren. Woran ich solch einen Angriff erkennen könnte, falls die Firewall ihn zuließe, davon habe ich keinerlei Ahnung…

Ich fuhr meinen Rechner komplett herunter, schaltete den Router aus und wartete einige Zeit. Dann wurden die technischen Geräte wieder in den Betriebszustand versetzt und der Link im Artikel erneut geklickt. Und siehe da: Die richtige Seite öffnete sich jetzt und zeigte mir das Video, ready zum Anschauen. Da hat man wohl noch einen Kekskrümel gefunden.

Strange, sehr strange…

1. Versuch
Browser Mozilla
Link: http://www.n24.de/n24/Mediathek/videos/d/3759268/war-es-wirklich-selbstmord-.html
Fehlerseite
Internetverbindung gekappt

2. Versuch
Browser TORCH
Link: http://www.n24.de/n24/Mediathek/videos/d/3759268/war-es-wirklich-selbstmord-.html
funktioniert

3. Versuch
Browser Mozilla
Link: http://www.n24.de/n24/Mediathek/videos/d/3759268/war-es-wirklich-selbstmord-.html
funktioniert