The myth of the “senseless destruction of innocent Baroque city of Dresden” is wrong. Dresden was not only a city of art, Dresden was a military town and had eight KZ sub-camp. Culture and barbarism do not expel each other as is known. And about most of the victims Dresden residents probably cared less. Just as the Nazis today do not care about the bomb victims from the past. They don’t care about the dead, but their concern is the reinterpretation of history. „Dresden versus Auschwitz“ is the unconscious German formula, that makes victims out of offenders.
„We have long been at the center of society,“ a Dresden NPD city councilor triumphes. Unfortunately, this is right. It’s the only way to explain, what is now derisively called „Saxon democracy.“ The danger from the right is played down, their opponents are criminalized. Their mobile data were spyed out and police is investigating against them. Even against politicians of the Social Democrats, Greens and Left, who wanted to prevent the deployment of the extreme right last year.
Meanwhile, the same investigators are found to be unable or unwilling to take action against the right-wing terrorists. Against this background, there is finally a broad alliance against the right, that refuses to commemorate quietly and says loud: „The bombing was cruel and costed up to 25,000 lifes of Dresdeners people. They are, as a total of 80 million people, victims of Nazi barbarism, even if there are far too many, who don’t want to admit this. Not only in Dresden.

Esther Schapira (tagesthemen Kommentar)


Der Mythos von der „sinnlosen Zerstörung der unschuldigen Barockstadt Dresden“ ist falsch. Dresden war nicht nur eine Kunststadt, Dresden war auch eine Rüstungsstadt und hatte acht KZ-Außenlager. Kultur und Barbarei schließen einander bekanntlich nicht aus. Und den meisten Dresdnern waren die Opfer wohl herzlich egal. So wie den Nazis heute die Bombenopfer von damals. Ihnen geht es nicht um die Toten, sondern um die Umdeutung der Geschichte. „Dresden gegen Auschwitz“ lautet die unbewusste deutsche Formel, die aus Tätern Opfer macht.
„Wir sind längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen“, triumphiert ein Dresdner NPD-Stadtverordneter. Er hat leider Recht. Nur so ist zu erklären, was mittlerweile spöttisch „sächsische Demokratie“ genannt wird. Die Gefahr von rechts wird verharmlost, ihre Gegner werden kriminalisiert. Ihre Handydaten werden ausspioniert und gegen sie wird ermittelt. Sogar gegen Politiker von SPD, Grünen und Linken, die im vergangenen Jahr den Aufmarsch von Rechts verhindern wollten.
Derweil erwiesen sich die selben Ermittlungsbehörden als unfähig oder unwillig, gegen die Rechtsterroristen vorzugehen. Vor diesem Hintergrund gibt es nun endlich ein breites Bündnis gegen Rechts, das sich dem stillen Gedenken verweigert und laut sagt: „Die Bombardierung war grausam und kostete bis zu 25.000 Dresdnern das Leben. Sie sind, so wie insgesamt 80 Millionen Menschen, Opfer der Nazibarbarei, auch wenn viel zu viele das bis heute nicht wahrhaben wollen. Nicht nur in Dresden.

Esther Schapira (tagesthemen Kommentar)